Fatshaming

28. Januar 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Wer ist die_der Schönste im ganzen Land? Nein, nie wieder!

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Diskriminierung, Abwertung und Vorurteile von und über dicke_fette Körper ist Gewalt die einige von uns täglich erfahren. Doch es gibt auch viel Widerstand der sich gegen Lookism (Diskriminierung aufgrund von Äußerlichkeiten) und Fatshaming (Diskriminierung von dicken_fetten Körpern) stellt.

Dieser Vortrag möchte für Fatshaming sensibilisieren, aufzeigen was wir dagegen machen können und wie wir unsere Räume sicherer und schöner für alle Körper machen können.

02. Februar | 20 Uhr | Extra Blues Bar
Eine Veranstaltung der gruppe_x und der ag freie bildung mit Oriel (Fat*Aktivistin, Mitgründerin des queer-feministischen fat_positiven_krawall Kollektiv FAT UP!)

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Die ‚imperiale‘ Lebensweise in den reichen Ländern der Erde – ein globales Problem

8. April 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Vortrag und Diskussion mit Friederike Habermann (BUKO)

In dieser Veranstaltung wird der Alltag der meisten Menschen in den reichen Ländern der Erde kritisch beleuchtet. Dieser Alltag baut vor allem auf dem Konsum industriell und warenförmig hergestellter Massenprodukte auf. Im Vortrag der Referentin Friederike Habermann von Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) und bei der anschließenden Diskussion wird folgendes angesprochen: Warum werden die riesigen und immer noch anwachsenden ökologischen Probleme auf unserem Planeten zwar öffentlich anerkannt, aber nicht grundsätzlich bekämpft? Warum wollen eigentlich alle „so weiter“ machen?
Diese Fragen stellen den Ausgangspunkt dar für den Begriff der „imperialen Lebensweise“. Die Stärke dieses kritischen sozialwissenschaftlichen Konzepts liegt darin, das Spannungsfeld zwischen größeren gesellschaftlichen Verhältnissen einerseits und dem Alltag der Menschen andererseits zu benennen und beides zugleich kritisch im Blick zu behalten.
Die Lebensweise der Menschen im „globalen Norden“ (ein geopolitischer Ausdruck, der vor allem die reichen kapitalistischen Länder in Europa und Nordamerika, sowie Australien und Japan meint) kann als „imperial“ bezeichnet werden. Denn diese Lebensweise setzt einen unbegrenzten und oft gewaltsamen (z.B. militärischen) Zugriff auf Ressourcen, Raum, Arbeitsvermögen in anderen Ländern und Kontinenten voraus. Dies war bereits Teil der Kolonialisierung ab dem 16. Jahrhundert und des liberal-kapitalistischen Weltsystems des 19. Jahrhunderts. Damals beschränkte sie sich jedoch auf eine reiche Minderheit der Menschen. Spätestens seit der Nachkriegszeit aber wurde sie Teil des Alltags der Bevölkerungsmehrheit im globalen Norden. Dieser Alltag ist seitdem geprägt von Automobilität, Eigenheim, Fleischkonsum und industriell gefertigten Produkten. Folgende weiterführende Fragen sollen besprochen werden: Inwiefern ist die imperiale Lebensweise rassistisch geprägt? – Schließlich ist sie mit Wirtschaftsbeziehungen verbunden, die noch aus der Kolonialzeit stammen. Und wie sehr verbirgt sich in ihr ein patriarchales Denken, wie es in jüngster Zeit Feministinnen in Lateinamerika diskutieren? Die Referentin befragt den Begriff der imperialen Lebensweise also auch auf seine Tauglichkeit, die Verbindung von verschiedenen Herrschaftsverhältnissen (Kapitalismus, das Geschlechterverhältnis, Rassismus etc.) zu erfassen.
Natürlich soll auch darüber nachgedacht werden wie wir der imperialen Lebensweise entkommen können. Dabei wird aufgezeigt, dass individuelle Ansätze wie Fahrradfahren und vegane Ernährung aus dem Supermarkt keine Lösung sind, denn die grundlegenden Produktions- und Konsummuster werden damit lediglich ökologisch modernisiert. Aber was dann?
Im Anschluss an diese Diskussion wird die Bundeskoordination Internationalismus (die BUKO) vorgestellt werden. Die BUKO ist ein Netzwerk von Einzelpersonen und Gruppen, die sich mit der globalen Nord-Süd-Politik, Kapitalismuskritik, Rassismus und Kolonialismus, Geschlechterverhältnissen, Ökologie und vielem mehr beschäftigen. Jedes Jahr veranstaltet dieses Netzwerk den Bundeskongress Internationalismus (der BUKO), der vom 29.05. bis 01.06. 2014 in Leipzig stattfinden wird. Eine Gruppe von aktiven Menschen aus Bielefeld möchte den Kongress besuchen und ruft alle Interessierten auf, mitzukommen!


 

Donnerstag 24.04.2014, 19 Uhr
Bürger_innenwache Siegfriedplatz Bielefeld (großer Saal unten links)

eine Veranstaltung der AG Freie Bildung an der Uni Bielefeld
http://www.agfreiebildung.org
http://www.buko.info/

Wirklicher Sozialismus statt Realsozialismus? mit Bini Adamzcak

26. März 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

 

Sozialismusdiskussion-Adamzcak

Wie weiter nach dem Untergang der „realsozialistischen“ Systeme? Die
Idee des Kommunismus erfährt angesichts der verbreiteten kapitalistischen
Krisen und Kriege wieder neue Popularität. Was sind die Grundlagen
dieses neu erwachten Interesses?
Die Krisen und Revolten in Tunesien, Ägypten, den USA, Griechenland
und Spanien haben neue Bedingungen entstehen lassen die den Wunsch
nach einer radikalen Gesellschaftsveränderung überhaupt erst wieder
denkbar, vorstellbar, wünschbar werden ließen. Das Ende des „Endes der
Geschichte“ scheint erreicht, der Antikapitalismus mittlerweile wieder
konsensfähig geworden zu sein. Aber emanzipatorische oder gar kommunistische
Visionen und Alternativen finden keinen Nährboden ohne
eine entschiedene Abgrenzung zu den untergegangen Systemen der Sowjetunion
und ihrer befreundeten Staaten. Gleichfalls müssen die Prinzipien
und Grundlagen einer alternativen,befreiten Gesellschaft auch
gegen das verbreitete Bilderverbot erneut zum Thema werden.
Einen wichtigen Beitrag dazu hat in der Vergangenheit unsere
Referentin geleistet.

Dienstag, 8. April 2014 20.00 Uhr

Buchhandlung mondo

This is madness! Zur Sozialpsychologie des Kapitalismus

26. Oktober 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

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Roter Montag im November
Vortrag und Diskussion mit Roger Behrens

4. November 2013, 20:00 Uhr
Extra Blues Bar, Sie­ker­str. 20, 33602 Bie­le­feld

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Dass diese Welt verrückt ist und auch verrückt macht, ist mittlerweile längst zur Floskel geworden, mit der das nachbürgerliche Subjekt sein gesellschaftliches Verhältnis etikettiert. Und tatsächlich ist es fast schon eine allenthalben zugestandene Binsenweisheit, dass der Kapitalismus in all seinen Ausformungen in der Produktions- wie Konsumsphäre, öffentlich und privat, krank macht – und zwar, wie man so sagt, psychisch krank.

Zweifelsohne gibt es zwischen der protestantischen Ethik und den seelischen Konflikten mehr als nur Kongruenzen; der von Max Weber beschriebene Berufsmensch ist dem Neurotiker und Psychotiker in vielen Merkmalen zum Verwechseln ähnlich, die technologische Rationalität vom alltäglichen Wahnsinn kaum unterscheidbar. Früher waren es die nervösen Leiden, die ein ganzes Zeitalter prägten; dann kam die große Welle der Hysterie, die Schizophrenie, schließlich – heute – die krude Mischung aus Depression und Hyperaktivität; weit über die klinische Psychiatrie hinaus wird Borderline zur selbstverständlichen Diagnose.

Was darüber hinaus allerdings „normalisiert“ wird, ist der pathologische Befund über die kapitalistische Gesellschaft an sich: sie erscheint zwar nicht als gesund, aber immer noch als gesündeste Ordnung, um der Menschheit ein allgemeines Seelenheil zu bescheren. Oder? Und was ist eigentlich aus der Kritik der Pädagogisierung und Psychologisierung des Menschen geworden?

Bild: flickr.com/didmyself

Staatsverschuldung und die Krise im Euroraum

24. Juni 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

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Vortrag und Diskussion mit den Gruppen gegen Kapital und Nation

4. Juli 2013, 18:15 Uhr
D2-152, Universität Bielefeld

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Immer mehr Länder im Euroraum bekommen Probleme, ihre Staatsverschuldung in gewohnter Weise abzuwickeln. Um Vertrauen bei den Finanzmärkten zu schaffen werden staatliche Verarmungsprogramme aufgelegt, die ihresgleichen suchen. Zugleich werden von den potenten Ländern noch mehr Schulden gemacht und die große Frage ist nun, wann sich das Misstrauen auch gegen diese Länder richtet.

Politiker_innen wie Bürger_innen wünschen sich überwiegend nur eins: „Es“ soll wieder so funktionieren, wie vor der Krise. Damit das klappt, sorgen die Regierungen für Lohn-, Renten-, und Sozialstaatskürzungen auf breiter Front.

Aber was ist dieses „Es“? Im ersten Teil der Veranstaltung soll dieser Frage nachgegangen werden, indem grundlegende Prinzipien der Staatsverschuldung erklärt werden, wie sie vor der Krise üblich waren. Woher kommt die immense Freiheit des Staates beim Schuldenmachen? Welche politische und ökonomische Logik folgt dann aus dem angesammelten Schuldenberg? Zeigt sich nicht bereits daran, die Feindlichkeit gegenüber der Bedürfnisbefriedigung? Das Thema Staatsverschuldung soll Schritt für Schritt erklärt werden, um überhaupt mal einen theoretischen Fuß in die Tür zu kriegen. Das Problem ist ja, dass mensch sich mit der Sache erfahrungsgemäß selten auskennt und einem bei haushaltspolitischen Grundsätzen wie „Schuldentilgung am Kreditmarkt durch Kredite vom Kreditmarkt” einfach schwindelig wird.

Im zweiten Teil soll dann der Krisenverlauf behandelt werden. Was ist los, wenn die Finanzmärkte das Vertrauen in einen Staat verlieren? Was hat das mit dem Euro zu tun? Wofür werden die Massen in Europa durch die Politik verarmt? Für Zwischenfragen und Diskussion wird es genügend Raum geben.

Eingeladen ist ein Referent von den Gruppen gegen Kapital und Nation.
Literaturtipp: http://gegen-kapital-und-nation.org/staatsverschuldung

Foto: flickr.com/photos/arguez/

Von Schaukeln und Olivenbäumen. Die (Un-)Möglichkeit künstlerischer Intervention im öffentlichen Raum Universität

30. Mai 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

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Vortrag, Film und Diskussion mit dem //re_vision medienkollektiv

11. Juni 2013, 18 Uhr
D2-152, Universität Bielefeld

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Was zeichnet den öffentlichen Raum Universität aus und wo sind Nischen für künstlerische oder/und politische Interventionen?
Wie versucht die Universitätsverwaltung diesen Raum zu regulieren, zu ordnen und zu säubern? Wie hängt diese Entwicklung, die auch in Bielefeld ganz deutlich geworden ist, mit bildungspolitischen Programmen, wie der Exzellenzinitiative oder dem Konzept der Autonomie der Hochschulen zusammen?

In dieser Veranstaltung wollen wir anhand einer historischen und einer ganz aktuellen kritischen Intervention durch Studierende diesen Fragen nachgehen:
Im Januar 2013 will ein Student neunzig Schaukeln an die Galerie der Bielefelder Universitätshalle hängen und somit die starre Ordnung zaghaft durchbrechen. Noch vor der Durchführung wird ihm die Kunstaktion mit Androhung einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch von leitenden Universitätsvertretern verboten. Geschaukelt wurde trotzdem, auch wenn diese Intervention am Ende rabiat unterbunden wurde. Im Dezember 1976 malten Studierende der Universität Bielefeld und Exil-Chilen_innen der Brigade Salvador Allende im Zuge solidarischer Protestaktionen ein monumentales Bild an eine zentrale Wand der Bielefelder Universitätshalle. Anfänglich von Seiten der Universitätsleitung abgelehnt, erfährt die Solidaritätsaktion schnell eine Legitimation. Erst im Zuge des grundlegenden Umbaus der Campusuniversität steht der Verbleib des Bildes im Jahr 2011 zur Diskussion. Obwohl inhaltlich als auch in Fragen der Form „weit“ entfernt, starten Personen aus verschiedenen politischen Zusammenhängen eine Kampagne zum Erhalt des Bildes. Zu beiden exemplarischen Interventionen haben wir eigene kurze Dokumentationsfilme produziert, die wir auf der Veranstaltung zeigen und auch gerne diskutieren werden. Darüber hinaus werfen diese Aktionen unserer Ansicht nach nicht nur Fragen zu Öffentlichkeit und politischer Kunst auf, sondern verweisen zugleich auf den spezifischen Charakter des strukturellen Umbaus der bundesdeutschen Universitätslandschaft. Wie und von wem werden (öffentliche) Räume gestaltet? Welchen Einfluss haben politische Programme, wie die Exzellenzinitiative und der Bologna-Prozess, auf den sozialen Raum Universität? Welche (Gegen-)Strategien verfolgen die verschiedenen Akteure? Ist in einer zunehmend serviceorientierten Organisation Platz für kritische Kunst?

Diese Fragen betten wir in die aktuelle Situation in Bielefeld ein. Hier steht durch den kompletten Umbau auch eine Neudefinierung des gemeinsamen, öffentlichen Raumes an. In dessen Planung wurde von studentischer Seite bis heute wenig eingegriffen. Hierfür möchten wir in einer offenen Diskussion und durch aktuellste Informationen über den Umbau eine Möglichkeit bieten.

Das //re_vision medienkollektiv freut sich, in dieser Veranstaltung, den Film „Die Idee ist genug“ (zum Schaukelprojekt) das erste Mal der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

http://www.revisionmedienkollektiv.tumblr.com

They were not silent!

12. November 2012 § Hinterlasse einen Kommentar


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Filmvorführung, Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Martin Schmitt

Mittwoch 21. November 2012, 19:30 Uhr
Hörsaal 13, Universität Bielefeld

Veranstaltet in Kooperation mit der [association critique]

http://associationcritique.blogsport.de/

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They were not silent!
Die jüdische Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in den USA und ihr Kampf gegen NS-Faschismus und Holocaust

Als Hitler 1933 an die Macht kam, nahm kaum jemand die Gefahren ernst, die vom Antisemitismus der Nazis ausgingen – weder innerhalb noch außerhalb Europas. Anders die stark durch osteuropäische Einwanderer geprägte jüdische Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in New York City: Mit Demonstrationen und Kundgebungen, Aktionen und Kampagnen wurde versucht, die amerikanische Öffentlichkeit über die Vorgänge in Deutschland zu informieren, gegen die einsetzende antisemitische Ausgrenzung und Verfolgung zu protestieren und insbesondere die amerikanische Arbeiterschaft zur aktiven Unterstützung des antifaschistischen Kampfes zu motivieren. Verschiedene gewerkschaftliche, sozialdemokratische, sozialistische und arbeiterzionistische Gruppierungen schlossen sich daraufhin im „Jewish Labor Comittee” (JLC) zusammen, um eine entschiedene antifaschistische Haltung in die zum Isolationismus neigende amerikanische Arbeiterschaft hineinzutragen. Nach dem Ausbruch des Krieges galt es für das JLC, bedrohten Sozialisten und Gewerkschaftern aus Europa die Flucht in die USA zu ermöglichen. Nur dank umfangreicher Spenden und der beherzten Hilfsbereitschaft der amerikanischen Arbeiterbewegung konnte auf diesem Weg zur Rettung von unzähligen Menschen beigetragen werden. Als schließlich erste Berichte über die systematische Vernichtung von Juden in den von Nazideutschland okkupierten Ländern Osteuropas die USA erreichten, begann das JLC damit, jüdische Partisanen- und Untergrundgruppen in u. a. Polen und der Ukraine mit Geld und Waffen zu unterstützen – so beispielsweise auch im Vorfeld des Aufstandes im Warschauer Ghetto 1943.

Der im Jahr 1998 im Auftrag des Robert F. Wagner Archivs (New York University) produzierte, in Europa unbekannte Dokumentarfilm erzählt eine in deutschen Museen, Schulbüchern und Fernsehsendungen ignorierte Geschichte: Die Geschichte vom aktiven Kampf der jüdischen und amerikanischen Arbeiterbewegung gegen Nazifaschismus und Holocaust. Der Film (30 min, in englischer Sprache) wird erstmals mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Einleitender Vortrag und anschließende Diskussion mit Martin Schmitt, Mitherausgeber der Neuedition von Alexander Steins kritischer Analyse des nationalsozialistischen Antisemitismus in »Adolf Hitler, Schüler der ‚Weisen von Zion‘« (ça ira 2011).

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