Star Trek als feministische Utopie?

23. Februar 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

Veranstaltung im Rahmen des Roten Montag mit Lisa Doppler und Alexander Neupert-Doppler

Montag, 06.03., 20 Uhr
Extra Blues Bar
Siekerstr. 20, 33602 Bielefeld

Geschlechtslose Humanoide, ein Symbiont abwechselnd in weiblichem und männlichem Körper, ein schwangerer Mann, weibliche Kapitäninnen, Kommandeurinnen und Admirälinnen – das alles gibt es in der Science Fiction Serie Star Trek. Handelt es sich hierbei um feministische Utopien?

Wir wäre das utopische Moment in Star Trek aus Sicht von Gleichheits- und Differenzfeminismus, aus den Perspektiven eines radikalen oder queerfeministischen Ansatzes einzuschätzen? Darüber wird an diesem Roten Montag vorgetragen und beraten werden.

Anhand allgemeiner und feministischer Utopietheorie diskutieren wir den utopischen Gehalt bei Star Trek, insbesondere in den Serien „The Next Generation“ und „Deep Space Nine“. Ein Vortrag, der sowohl für gesottene Fans als auch Star Trek-Neulinge verspricht unterhaltsam zu werden.

Lisa Doppler studierte Migrationswissenschaften und arbeitet zur Zeit an ihrer Dissertation zu Refugeestrike und Herbert Marcuses Protesttheorie. Alexander Neupert-Doppler schrieb Bücher zu Staatsfetischismus (2013) und Utopie (2015) und arbeitet als Bildungsreferent der Falken in Hannover.

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Höhere Mächte sind auch keine Erlösung

21. März 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

Höhere Mächte sind auch keine Erlösung

Zur Konjunktur des Glaubens an „höhere Mächte“ in Zeiten der Krise
Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Jesus-Toast

Was verbindet so unterschiedliche Leute wie die reinkarnationsgläubige Waldorflehrerin, den selbstbewussten Kämpfer gegen gierige Bankster, die esoterisch angehauchte Bioladendauerkundin, den missionarischen Salafisten, die treue Kirchgängerin, den sonnwendfeiernden Neonazi, die eifrige Streiterin wider die Weltverschwörung der Bilderberg-Konferenz, den homophoben Rastafarian, die aus ihrem Krafttier Energie schöpfende Schamanin, den spirituelle Erlösung suchenden Insassen einer Yoga-Lebensgemeinschaft, den Hirtenworte verkündenden Bischof und die einer Verdünnung von 1:1 000 000 000 000 000 000 000 000 vertrauende grüne Stadtverordnete, die sich für eine kritische Verbraucherin hält?

Es ist der Glaube, ihr Wohl und Wehe hinge vom Walten höherer Mächte ab. Die einen verehren sie, die anderen fürchten sie. Die einen werfen sich ihnen wacker entgegen, die andern unterwerfen sich ihnen lustvoll. Die einen sind sanftmütig, die andern kochen vor Wut. Die einen sind religiös, die anderen atheistisch, die einen unpolitisch, die anderen hochpolitisch, die einen rechts, die anderen links. Und doch verbindet sie mehr als sie trennt: Der Hang zu einfachen Antworten auf komplizierte Fragen, das wohlige Gefühl, zur Gemeinschaft der Erleuchteten zu gehören und eine ausgeprägte Kritikresistenz.

Zeiten, in denen sich der krisenhafte Zustand der Welt herumgesprochen hat und Unsicherheit und Zukunftsängste um sich greifen, sind gute Zeiten für einfache Botschaften. Wo sich Demut statt Vernunft, Wut statt Kritik und Glauben-wollen statt Wissen-wollen durchsetzen, herrschen Denkfaulheit, Regression und Irrationalität. Doch nicht genug: Die Sehnsucht nach einfachen Lösungen ist immer auch die nach starken Führern, die heutzutage gerne auch mal Führerinnen sein dürfen, wenn sie nur Halt und Orientierung versprechen.

Was muss emanzipatorische Kritik leisten, die sich weder mit der kapitalistischen Krise noch mit ihrer regressiven Verarbeitung in den Köpfen abfinden will und die am Ideal einer Gesellschaft freier Menschen in freien Vereinbarungen festhält?

Lothar Galow-Bergemann schreibt u.a. für konkret, Jungle World und emafrie.de

04. April | 20 Uhr | Extra Blues Bar
Veranstaltet von ag freie bildung

*Community Accountability*

29. Juli 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Konzepte „Community Accountability“ und „Transformative Justice“ sind Strategien, um mit sexualisierter Gewalt umzugehen. Dabei wird nicht auf staatliche Mechanismen (wie z.B die Polizei oder Justiz) zurückgegriffen, sondern innerhalb der Community ein Umgang mit der Gewalt gefunden. Während des Prozesses wird sowohl mit den Betroffenen als auch den Täter*innen gearbeitet. Dabei werden sowohl individuelle Gerechtigkeit als auch eine Veränderung der Gesellschaft angestrebt.

Nach einer Einführung in die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen Strukturen und sexualisierter Gewalt, werden zentrale Aspekt der beiden Konzepte vorgestellt.
Im Anschluss möchten wir gerne mit euch in einen Austausch treten: Wie gehen wir mit sexualisierter Gewalt um, wenn sie in unserem sozialen Umfeld stattfindet? Hat eure politische Gruppe/ eure Community ein Konzept wie ihr im Falle von sexualisierter Gewalt handelt? Kennt ihr noch andere Konzepte?

Unsere Referent*innen zu dem Thema haben leider abgesagt. Da wir das Thema sehr wichtig finden, wollen wir die Sitzung nicht ausfallen lassen. Daher haben wir uns entschlossen unser Wissen wiederzugeben und anschließend mit euch in eine Diskussion zu treten.

gruppe_x

„Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion und wünschen uns einen respektvollen Umgang. Wir behalten uns vor ggf. vom Hausrecht Gebrauch zu machen.“*

03. August | 20 Uhr | Extra Blues Bar
Veranstaltet von gruppe_x und ag freie bildung

*Trans* Solidarität und Unterstützung*

24. Februar 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Was genau ist eigentlich „Geschlecht“ und was ist trans*?
Wie äußert sich trans* Feindlichkeit? Was sind cis-Privilegien? Wie kann ein solidarischer und unterstützender Umgang mit trans* Leuten aussehen? Wie können linke und feministische Räume/Partys trans* inklusiv gestaltet werden und was gibt es dabei zu beachten?

Kein Vorwissen nötig! Fragen stellen erlaubt (auch wenn du nicht genau weißt, ob du das trans* sensibel ausdrücken kannst)!

02. März | 20 Uhr | Extra Blues Bar
Vortrag und Diskussion mit Finn

Fatshaming

28. Januar 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Wer ist die_der Schönste im ganzen Land? Nein, nie wieder!

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Diskriminierung, Abwertung und Vorurteile von und über dicke_fette Körper ist Gewalt die einige von uns täglich erfahren. Doch es gibt auch viel Widerstand der sich gegen Lookism (Diskriminierung aufgrund von Äußerlichkeiten) und Fatshaming (Diskriminierung von dicken_fetten Körpern) stellt.

Dieser Vortrag möchte für Fatshaming sensibilisieren, aufzeigen was wir dagegen machen können und wie wir unsere Räume sicherer und schöner für alle Körper machen können.

02. Februar | 20 Uhr | Extra Blues Bar
Eine Veranstaltung der gruppe_x und der ag freie bildung mit Oriel (Fat*Aktivistin, Mitgründerin des queer-feministischen fat_positiven_krawall Kollektiv FAT UP!)

This is madness! Zur Sozialpsychologie des Kapitalismus

26. Oktober 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

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Roter Montag im November
Vortrag und Diskussion mit Roger Behrens

4. November 2013, 20:00 Uhr
Extra Blues Bar, Sie­ker­str. 20, 33602 Bie­le­feld

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Dass diese Welt verrückt ist und auch verrückt macht, ist mittlerweile längst zur Floskel geworden, mit der das nachbürgerliche Subjekt sein gesellschaftliches Verhältnis etikettiert. Und tatsächlich ist es fast schon eine allenthalben zugestandene Binsenweisheit, dass der Kapitalismus in all seinen Ausformungen in der Produktions- wie Konsumsphäre, öffentlich und privat, krank macht – und zwar, wie man so sagt, psychisch krank.

Zweifelsohne gibt es zwischen der protestantischen Ethik und den seelischen Konflikten mehr als nur Kongruenzen; der von Max Weber beschriebene Berufsmensch ist dem Neurotiker und Psychotiker in vielen Merkmalen zum Verwechseln ähnlich, die technologische Rationalität vom alltäglichen Wahnsinn kaum unterscheidbar. Früher waren es die nervösen Leiden, die ein ganzes Zeitalter prägten; dann kam die große Welle der Hysterie, die Schizophrenie, schließlich – heute – die krude Mischung aus Depression und Hyperaktivität; weit über die klinische Psychiatrie hinaus wird Borderline zur selbstverständlichen Diagnose.

Was darüber hinaus allerdings „normalisiert“ wird, ist der pathologische Befund über die kapitalistische Gesellschaft an sich: sie erscheint zwar nicht als gesund, aber immer noch als gesündeste Ordnung, um der Menschheit ein allgemeines Seelenheil zu bescheren. Oder? Und was ist eigentlich aus der Kritik der Pädagogisierung und Psychologisierung des Menschen geworden?

Bild: flickr.com/didmyself

„… die Religion ist die feierliche Enthüllung der verborgenen Schätze des Menschen“ – Einführung in die Religionskritik

12. Oktober 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

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Einführung in die Religionskritik
mit Manuel Kellner

5. November 2012, 20 Uhr
Extra-Blues-Bar, Siekerstraße 20

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Warum gibt es eigentlich noch Religionen? Warum steigt gar die Bedeutung fundamentalistischer Religiosität und religiös motivierter Konflikte? Warum sind auch in einer reichen Industriegesellschaft so viele Menschen religiös oder der Esoterik zugeneigt? Hatte die Aufklärung das nicht alles geklärt, den Aberglauben und die Machenschaften einer betrügerischen und selbstsüchtigen Priesterkaste aufgedeckt? Manuel Kellner glaubt, dass damit allein der Religiosität nicht beizukommen ist. Ludwig Feuerbachs „Der Mensch ist der Gott des Menschen“ stellt für ihn eine „kopernikanische Wende“ in der Religionskritik dar, weil es nicht mehr um die Wahrheit oder die Unwahrheit der Dogmen geht, sondern um die menschlichen Bedürfnisse und Wünsche, die dahinterstecken. Dieser Ansatz ist von Marx, Freud und anderen aufgegriffen und in verschiedene Richtungen weiter entwickelt worden. Die Schätze, die in den Himmel gehoben oder in die Tiefe versenkt wurden, müssen im Diesseits den Menschen zugutekommen.

Dr. Manuel Kellner, Jahrgang 1955, schrieb 1980 seine Magisterarbeit zum Thema „Die Rolle der Projektion in Feuerbachs Religionskritik“. Im Jahr 2010 erschien von ihm in der theorie.org Reihe des Schmetterling Verlags in Stuttgart seine „Kritik der Religion und Esoterik. Außer sich sein und zu sich kommen“.

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