Linke Ersti-Wochen SoSe 2016

11. April 2016 § Hinterlasse einen Kommentar

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Was ist die Uni? Dass sie ein hässliches Gebäude ist, wird in Bielefeld schon auf den ersten Blick klar – aber die Uni ist mehr als das. Während der Linken Erst-Wochen hast Du Gelegenheit, die Uni von einer anderen Seite kennenzulernen, die schönen und gemütlichen Orte zu entdecken, interessante Veranstaltungen zu besuchen und mit neuen Menschen ins Gespräch zu kommen. Dazu laden einige AGen der Uni Dich herzlich ein. Komm vorbei!

Mo 18.04. | 18:00
Vortrag: „Antimigrantische Politik und der ‚Sommer der Migration‘ “
mit Helge Schwiertz in UHG C01-142

Mo 18.04. | 20:30
Kneipen-Quiz
mit dem Quizkollektiv im Potemkin, Heeperstr. 28

Di 19.04. | 14:00
Wo bin ich hier? – Unirundgang mit anschließendem Kuchenessen
Treffpunkt vor dem AStA-Pool, UHG C1-154

Mi 20.04. | 20:00
Film: Triumph des guten Willens mit Regisseur Mikko Linnemann
i
m Filmhaus, August-Bebel-Str. 94

Do 21.04. | 18:00
Vortrag: Einführung Kapitalismuskritik
mit Anne-Kathrin Krug in UHG T2-227

Mo 25.04. | 18.00
Vortrag: „Was ist sicher an ‚Sicheren Herkunftsstaaten‘?“
mit Larissa Schober in UHG C01-142

Do 28.04. | 21:00
Party im Copy&Paste (UHG C1-168)

Genauere Beschreibungen und Ankündigungstexte findet ihr unten… « Den Rest dieses Eintrags lesen »

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26. Oktober 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

The Empty Centre [1998 | Deutschland | 62 Min.] Im Zentrum von Berlin liegt der Potsdamer Platz. In der Weimarer Republik und dem NS-Staat war er das Zentrum der Stadt und das Zentrum von Macht. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlief hier die Trennlinie des Kalten Krieges. Nach der deutschen Wiedervereinigung rekonstituiert sich das Zentrum. Dabei prägen transnationale Konzerne den architektonischen Wandel. Durch die Rezentrierung der politischen und ökonomischen Macht Deutschlands werden Menschen aus dem Stadtzentrum verdrängt und marginalisiert. Während der Film die urbane Restrukturierung nach der Wende verfolgt, zeigt er historische Kontinuitäten Deutschlands auf. Hierbei geht es immer um die Geschichte von Verbannung und Exklusion, um die Geschichte eines machtvollen nationalen Zentrums. Steyerl bearbeitet die Verschränkung von historischen und zeitgenössischen Verdrängungs- und Repräsentationspolitiken filmisch durch Montage, Überblendungen und dem Infragestellen dokumentarischer Objektivität.

Hito Steyerl ist Künstlerin, Filmemacherin und Autorin. Steyerl ist Professorin an der Universität der Künste in Berlin.

Film: Wenn das Land zur Ware wird

13. Juni 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

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Film und Diskussion mit Luz Kerkeling aus dem Filmteam

24. Juni 2013, 18 Uhr
D2-152, Universität Bielefeld

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Wie aus vielen anderen Regionen Lateinamerikas und der Welt bekannt, steht die Inwertsetzung von Natur oft über den Interessen der ortsansässigen Bevölkerung. Häufig werden die Menschen weder in die Planungen einbezogen noch über die sozialen und ökologischen Auswirkungen informiert – so auch in Chiapas, Südmexiko.

Der Dokumentarfilm „Wenn das Land zur Ware wird“ problematisiert die Bedrohung der indigenen Gemeinden in Mexiko durch Monokulturen, Infrastrukturausbau, Tourismusprojekte und Gewalt. Die kleinbäuerlichen Dorfgemeinschaften funktionieren bis heute auf der Basis von traditioneller Versammlungskultur, Selbstorganisation, Gemeinschaftsarbeit und Subsistenzwirtschaft zur Grundversorgung mit Nahrungsmitteln. Das Land, das in der Kosmovision der indigenen Bevölkerungsgruppen als „Mutter Erde“ verstanden wird, gerät jedoch verstärkt ins Visier von Politik und Wirtschaft: Die Gemeindeländereien werden zunehmend in eine Ware konvertiert – in aller Regel ohne die betroffenen Menschen zuvor zu konsultieren, was nach internationalen Abkommen, die Mexiko unterzeichnet hat (u.a. ILO-Konvention 169), die Pflicht der mexikanischen Regierung wäre.

Ölpalmenplantagen, Autobahnen, Tourismusprojekte und die unter immensem Druck erzwungene Zusammenfassung von indigenen Dörfern in so genannte Landstädte sind nur einige Beispiele für neoliberale und technikgläubige „Entwicklungsprojekte“, die direkt oder indirekt die Lebensgrundlagen und Lebensweisen der Indigenen angreifen und die Umwelt schädigen. Im Film kommen zahlreiche betroffene Personen, Organisationen und Vertreter*innen von Politik und Wirtschaft zu Wort.

Neben dem friedlichen Widerstand der betroffenen Bevölkerungsgruppen, die für ein selbstbestimmtes Leben in Würde und im Einklang mit der Natur kämpfen, thematisiert das Projekt auch die Verbindungslinien zu urbanen Regionen und uns Konsument*innen im reichen Norden, denn der Hunger nach Palmfett, Biosprit und komfortabel-exotischem Tourismus wächst weiterhin.

Ein Film von Zwischenzeit e.V.
http://www.zwischenzeit-muenster.de/land.html

Von Schaukeln und Olivenbäumen. Die (Un-)Möglichkeit künstlerischer Intervention im öffentlichen Raum Universität

30. Mai 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

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Vortrag, Film und Diskussion mit dem //re_vision medienkollektiv

11. Juni 2013, 18 Uhr
D2-152, Universität Bielefeld

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Was zeichnet den öffentlichen Raum Universität aus und wo sind Nischen für künstlerische oder/und politische Interventionen?
Wie versucht die Universitätsverwaltung diesen Raum zu regulieren, zu ordnen und zu säubern? Wie hängt diese Entwicklung, die auch in Bielefeld ganz deutlich geworden ist, mit bildungspolitischen Programmen, wie der Exzellenzinitiative oder dem Konzept der Autonomie der Hochschulen zusammen?

In dieser Veranstaltung wollen wir anhand einer historischen und einer ganz aktuellen kritischen Intervention durch Studierende diesen Fragen nachgehen:
Im Januar 2013 will ein Student neunzig Schaukeln an die Galerie der Bielefelder Universitätshalle hängen und somit die starre Ordnung zaghaft durchbrechen. Noch vor der Durchführung wird ihm die Kunstaktion mit Androhung einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch von leitenden Universitätsvertretern verboten. Geschaukelt wurde trotzdem, auch wenn diese Intervention am Ende rabiat unterbunden wurde. Im Dezember 1976 malten Studierende der Universität Bielefeld und Exil-Chilen_innen der Brigade Salvador Allende im Zuge solidarischer Protestaktionen ein monumentales Bild an eine zentrale Wand der Bielefelder Universitätshalle. Anfänglich von Seiten der Universitätsleitung abgelehnt, erfährt die Solidaritätsaktion schnell eine Legitimation. Erst im Zuge des grundlegenden Umbaus der Campusuniversität steht der Verbleib des Bildes im Jahr 2011 zur Diskussion. Obwohl inhaltlich als auch in Fragen der Form „weit“ entfernt, starten Personen aus verschiedenen politischen Zusammenhängen eine Kampagne zum Erhalt des Bildes. Zu beiden exemplarischen Interventionen haben wir eigene kurze Dokumentationsfilme produziert, die wir auf der Veranstaltung zeigen und auch gerne diskutieren werden. Darüber hinaus werfen diese Aktionen unserer Ansicht nach nicht nur Fragen zu Öffentlichkeit und politischer Kunst auf, sondern verweisen zugleich auf den spezifischen Charakter des strukturellen Umbaus der bundesdeutschen Universitätslandschaft. Wie und von wem werden (öffentliche) Räume gestaltet? Welchen Einfluss haben politische Programme, wie die Exzellenzinitiative und der Bologna-Prozess, auf den sozialen Raum Universität? Welche (Gegen-)Strategien verfolgen die verschiedenen Akteure? Ist in einer zunehmend serviceorientierten Organisation Platz für kritische Kunst?

Diese Fragen betten wir in die aktuelle Situation in Bielefeld ein. Hier steht durch den kompletten Umbau auch eine Neudefinierung des gemeinsamen, öffentlichen Raumes an. In dessen Planung wurde von studentischer Seite bis heute wenig eingegriffen. Hierfür möchten wir in einer offenen Diskussion und durch aktuellste Informationen über den Umbau eine Möglichkeit bieten.

Das //re_vision medienkollektiv freut sich, in dieser Veranstaltung, den Film „Die Idee ist genug“ (zum Schaukelprojekt) das erste Mal der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

http://www.revisionmedienkollektiv.tumblr.com

They were not silent!

12. November 2012 § Hinterlasse einen Kommentar


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Filmvorführung, Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Martin Schmitt

Mittwoch 21. November 2012, 19:30 Uhr
Hörsaal 13, Universität Bielefeld

Veranstaltet in Kooperation mit der [association critique]

http://associationcritique.blogsport.de/

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They were not silent!
Die jüdische Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in den USA und ihr Kampf gegen NS-Faschismus und Holocaust

Als Hitler 1933 an die Macht kam, nahm kaum jemand die Gefahren ernst, die vom Antisemitismus der Nazis ausgingen – weder innerhalb noch außerhalb Europas. Anders die stark durch osteuropäische Einwanderer geprägte jüdische Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in New York City: Mit Demonstrationen und Kundgebungen, Aktionen und Kampagnen wurde versucht, die amerikanische Öffentlichkeit über die Vorgänge in Deutschland zu informieren, gegen die einsetzende antisemitische Ausgrenzung und Verfolgung zu protestieren und insbesondere die amerikanische Arbeiterschaft zur aktiven Unterstützung des antifaschistischen Kampfes zu motivieren. Verschiedene gewerkschaftliche, sozialdemokratische, sozialistische und arbeiterzionistische Gruppierungen schlossen sich daraufhin im „Jewish Labor Comittee” (JLC) zusammen, um eine entschiedene antifaschistische Haltung in die zum Isolationismus neigende amerikanische Arbeiterschaft hineinzutragen. Nach dem Ausbruch des Krieges galt es für das JLC, bedrohten Sozialisten und Gewerkschaftern aus Europa die Flucht in die USA zu ermöglichen. Nur dank umfangreicher Spenden und der beherzten Hilfsbereitschaft der amerikanischen Arbeiterbewegung konnte auf diesem Weg zur Rettung von unzähligen Menschen beigetragen werden. Als schließlich erste Berichte über die systematische Vernichtung von Juden in den von Nazideutschland okkupierten Ländern Osteuropas die USA erreichten, begann das JLC damit, jüdische Partisanen- und Untergrundgruppen in u. a. Polen und der Ukraine mit Geld und Waffen zu unterstützen – so beispielsweise auch im Vorfeld des Aufstandes im Warschauer Ghetto 1943.

Der im Jahr 1998 im Auftrag des Robert F. Wagner Archivs (New York University) produzierte, in Europa unbekannte Dokumentarfilm erzählt eine in deutschen Museen, Schulbüchern und Fernsehsendungen ignorierte Geschichte: Die Geschichte vom aktiven Kampf der jüdischen und amerikanischen Arbeiterbewegung gegen Nazifaschismus und Holocaust. Der Film (30 min, in englischer Sprache) wird erstmals mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Einleitender Vortrag und anschließende Diskussion mit Martin Schmitt, Mitherausgeber der Neuedition von Alexander Steins kritischer Analyse des nationalsozialistischen Antisemitismus in »Adolf Hitler, Schüler der ‚Weisen von Zion‘« (ça ira 2011).

Mark Lombardi – Kunst und Konspiration

20. Oktober 2012 § 2 Kommentare

 

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MARK LOMBARDI, KUNST UND KONSPIRATION | D 2012 – 79 MIN – OMU

Film und Diskussion mit der Regisseurin Mareike Wegener

Filmhaus Bielefeld
August-Bebel-Straße 94
33602 Bielefeld

19. November
20:00 Uhr
Eintritt frei

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Mark Lombardis Bilder sind riesige analoge Netzwerke. In diesen sind die Zusammenhänge, die finanziellen Transaktionen und gegenseitigen Einflüsse von Finanzwelt, Politik, Wirtschaft und Terrorismus visualisiert – eine globale Landkarte großer Wirtschaftsskandale, politischer Intrigen und Verbrechen.

Noch nie waren Informationen so leicht zugänglich wie im digitalen Zeitalter. Und noch nie war die Gefahr größer, sich in dieser unendlichen Informationsflut zu verlieren. Das Wesentliche ist nicht die Information selbst, sondern deren Verknüpfung und Einordnung. Und genau das leisten die Bilder von Mark Lombardi: die Verknüpfung unzähliger Informationen, die alle mittels klassischer Medien recherchiert worden sind. Tausende Karteikarten sind das Resultat jahrelanger Recherche in Büchern und Bibliotheken. Dieser immense Wissensfundus bildet die Grundlage von Lombardis Kunst. Ein ausgeklügeltes Pfeilsystem lässt die Betrachter_innen in das Netzwerk von Lombardis Bildern eintauchen. Dabei changiert die Perspektive ständig zwischen der Sicht auf die konkreten Zusammenhänge und deren Gesamteindruck als künstlerischem Objekt. Die Schlüsse aus diesen Verbindungen kann jede_r selbst ziehen. Lombardis Bilder geben Richtungen vor, verweigern sich aber jeder finalen Deutung. Die Methode seiner Visualisierung und Verknüpfung nennt Lombardi „Narrative Structures“.

Lombardis gründliche Recherche soll helfen die verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Verstrickungen zu beleuchten. Ein Novum in der Kunstgeschichte: ein Kunstwerk dient als Quelle für laufende kriminalistische Ermittlungen. Lombardi visualisierte Verbindungen in der Gegenwart, die durch ihre wechselseitigen Auswirkungen die Zukunft und damit unsere heutige Gegenwart bestimmen und prägen. Lombardis Schicksal zeigt, wie viel Macht in Informationen steckt und welche Gefahren sie bergen. Der Film bietet ein spannendes Künstlerporträt, das zeigt, wie Lombardis Werke entstanden sind und was sie bewirken.

Film: Nackt unter Wölfen

18. April 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Nackt unter Wölfen

Dritte Veranstaltung im Rahmen der Gedenkstättenfahrt:

Film:

Nackt unter Wölfen (1963)
Donnerstag, 03.Mai 2012, 19 Uhr
Universität Bielefeld, Raum: D2-152

Wenige Wochen vor Ende des zweiten Weltkrieges im Konzentrationslager Buchenwald. Mit den Transporten treffen unaufhörlich neue Häftlinge ein, es herrscht ein ständiges Durcheinander. Einer der Neuankömmlinge, ein Pole, hat einen besonders wertvollen Koffer im Gepäck. Darin verborgen ist ein jüdisches Waisenkind, seine Eltern sind im Lager Auschwitz umgebracht worden. Aber was soll nun weiter mit dem Kind geschehen? Es im Lager zu behalten, bedeutet große Gefahr, nicht nur für die Aktivitäten der illegalen Widerstandsgruppe. Doch der Beschluss einiger Häftlinge steht fest: sie liefern das Kind nicht aus. Und so verstecken sie es unter Einsatz des eigenen Lebens zunächst in der Effektenkammer vor den SS- Offizieren. Auch als die SS durch Verrat von der Sache erfährt, gelingt es, das Leben des Kindes zu schützen. Aus Furcht vor den näher rückenden Amerikanern zögert der Lagerkommandant, den Befehl zur Erschießung der Widerstandskämpfer zu erteilen. Bei der geplanten Evakuierung des Lagers kommt es schließlich zum Aufstand und die Häftlinge, unter ihnen das Kind, sind frei.

Die Veranstalter_innen behalten sich vor von ihrem Hausrecht
Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen
Organisationen angehören oder der extrem rechten Szene
zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch
antisemitische, sexistische, rassistische oder nationalistische
Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den
Veranstaltungen zu verwehren.

Wo bin ich?

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