Treffen und Café in den Semesterferien

15. Februar 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Freund_innen,

in den Semesterferien finden unsere Gruppentreffen am 1. und 3. Dienstag des Monats um 16 Uhr statt.
Außerdem gibt es keine festen Café-Zeiten, auf gut Glück könnt ihr trotzdem gerne vorbei kommen.

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Die extreme Rechte als soziale Bewegung

15. Dezember 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Vortrag und Diskussion

Die extreme Rechte in Deutschland wird in einigen sozialwissenschaftlichen Untersuchungen mittlerweile als soziale Bewegung begriffen, die nach einem grundlegenden sozialen Wandel strebt. Statt des Fokus auf Parteien- und Wahlforschung oder juristischer Engführung auf Straf- und Gewalttaten soll so ihr Zustand und die Wirkmächtigkeit von organisierten Neonazis und anderen Rechten beurteilt werden. Gerade vor dem Hintergrund der Modernisierung der extremen Rechten ab den 1990er Jahren, die neben dem Phänomen der Freien Kameradschaften auch eine bewegungstypische Subkultur hervorgebracht hat, ist heute ein Netzwerk von Gruppierungen zu beobachten, das mit einem relativ breiten Aktionsrepertoire in der Öffentlichkeit auftritt. Diese Entwicklung und die Erfolgsaussichten einer solchen extrem rechten, sozialen Bewegung sollen im Vortrag präsentiert und zur Diskussion gestellt werden.

Dabei werden zunächst generelle Merkmale sozialer Bewegungen sowie Paradigmen zur Erklärung ihres Entstehens und Handelns vorgestellt und anschließend auf die extreme Rechte – und speziell Kameradschaften – übertragen.

Veranschaulicht werden die Befunde anhand einiger Beispiele aus Rheinland-Pfalz, wo sich in der Vergangenheit zahlreiche Kameradschaften gebildet haben, die dort und über die Landesgrenzen hinaus unterschiedlich stark in Erscheinung getreten sind.

Eine Veranstaltung der gruppe_x und der ag freie bildung

 


Dienstag, 16.12.14 – 18 Uhr – Universität Bielefeld – Raum C02-228

Café Caracol & AG-Treffen im WS 14/15

20. Oktober 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Auch in diesem Semester wieder es wieder das wöchentliche Café-Caracol in unserem Raum an der Universität Bielefeld geben.

Du findest bei uns leckeren zapatistischen Soli-Kaffee, Tee, Gebäck oder einfach nur einen gemütlichen Platz auf dem Sofa. Komm vorbei zum abhängen und quatschen, zum diskutieren oder zum stöbern in unserer kleinen aber feinen Bibliothek.

Jede Woche Dienstag von 13:00 bis 17:00 Uhr in C02-206.

Darüber hinaus bist Du herzlich eingeladen dich aktiv bei uns zu beteiligen. Erste Infos bekommst du entweder im Cafe, per Mail oder du kommst zu unserem regelmäßigen AG-Treffen. Wir treffen uns jeden Dienstag um 18 Uhr in C02-206.

Çapulcu – Die Gezi-Park-Bewegung und die neuen Proteste in der Türkei

8. Juni 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Buchvorstellung und Infoveranstaltung mit dem Autor Tayfun Guttstadt

Tayfun Guttstadt, in Hamburg geboren, lebt seit drei Jahren in der Türkei und ist dort in der linken und der Umweltbewegung aktiv. Zu Besuch in Deutschland, stellt er sein Buch ›Çapulcu‹ vor und schildert Beginn, Verlauf und Hintergründe der Proteste, an denen er selbst aktiv teilgenommen hat. Vor allem aber gibt er den Beteiligten Gesicht und Stimme und zeigt so die Vielfalt, aber auch die Gespaltenheit der Bewegung. Abschließend werden die Ereignisse gesellschaftspolitisch analysiert und eingeordnet, wobei aktuelle Geschehnisse in der Türkei mit in den Vortrag einfließen.

Die Veranstaltung wird von einer Dia-Show mit ausdrucksstarken Fotos von den Ereignissen begleitet. Eine Diskussion nach dem Vortrag ist ausdrücklich gewünscht.


Sonntag, 15. Juni 2014 20.00 Uhr

Buchhandlung mondo, Elsa-Brändström-Str. 23, Bielefeld
Am unteren Ende der Arndtstraße, direkt am Bahndamm

 

Anarchismus und Marxismus – Nur zwei feindliche Brüder ?

8. Juni 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Buchvorstellung mit Phillippe Kellermann, Berlin

 

Die sozialistische Bewegung des 19. und 20. Jahrhunderts ist untrennbar mit den zwei großen ideengeschichtlichen Strömungen Anarchismus und Marxismus verbunden. Zur Geschichte und Gegenwart dieser sozialistischen Bewegungen
gehört allerdings auch die Sprachlosigkeit untereinander. Die anarchistische Seite bemüht sich in den letzten Jahren insbesondere in der Person von Phillippe Kellermann um ein Aufbrechen dieses abgerissenen Dialogs. In mehreren
Publikationen sind Gemeinsamkeiten und Differenzen dieser ideengeschichtlichen Strömungen thematisiert worden. Wo liegt die Zukunft eines wünschenswerten Dialogs, wo ihre Grenze? Das „Bakunin-Jahr“ (Bakunin wurde 1814 geboren) bietet die Möglichkeit einer weitergehenden Klärung und Auseinandersetzung.


Freitag, 13. Juni 2014 20.00 Uhr
Buchhandlung mondo, Elsa-Brändström-Str. 23, Bielefeld
Am unteren Ende der Arndtstraße, direkt am Bahndamm

Let’s make anarchism a threat again

4. April 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Crimethinc_Tour14neu>> Neben der Vorstellung des Buches „Work“ geht es auch um neuere Analysen und Texte. Gemeinsam mit euch wollen wir dabei unsere Kritik schärfen und uns über den veränderten Kontext austauschen, Perspektiven und Widerständigkeiten denken und entwickeln. <<

Vortrag und Diskussion mit einem Vertreter der CrimethInc.-Kollektivs aus den USA

12.April.2014 | 20 Uhr

Infoladen Anschlag, AJZ

Heeperstraße 132

weitere Infos unter: crimethinc.blogsport.de

Selbstverständnis März 2014

20. März 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

ag freie bildung

// wer wir sind und was wir wollen //

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die die Überzeugung teilen, dass die Notwendigkeit zur radikalen Veränderung der herrschenden Verhältnisse besteht und die Hoffnung auf eine befreite und emanzipierte Welt nicht aufgibt.

Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir ein bestimmtes Maß an Freiheit und Privilegien haben. Trotzdem fühlen wir uns im Alltag, in der Uni, eigentlich immer eingeengt, reglementiert und Zwängen ausgesetzt. Dafür machen wir die gesellschaftlichen Verhältnisse verantwortlich, die uns umgeben und die auch wir selbst (re)produzieren. Diese gesellschaftlichen Verhältnisse sind für uns unter anderem durch Sexismus, Rassismus, Homophobie und die Zwänge des Kapitalismus geprägt. Gleichwohl halten wir daran fest, dass eine andere Welt möglich ist, in der alle Menschen selbstbestimmt und frei leben können, eine Welt ohne Ausbeutung, Diskriminierung und (neokoloniale) Herrschaftsstrukturen.

Das Streben nach emanzipatorischen Veränderungen wird jedoch bei jeder Möglichkeit gebremst und bekämpft. Dennoch und vielleicht gerade deshalb bleibt ein Festhalten an der Idee einer radikal anderen Gesellschaft für uns alternativlos. Wenn wir in dieser Gesellschaft nicht bekommen können, was wir möchten, ohne andere zu schwächen und auszubooten, wenn wir sehen, dass unser Handeln, ob wir das möchten oder nicht, Teil einer Welt ist, die wir ablehnen, dann suchen, fragen und probieren wir uns aus, um Alternativen zu finden.

 

Warum freie bildung mehr ist als die Abschaffung der Studiengebühren

Wir haben uns 2008 im Zuge des Widerstands gegen Studiengebühren gegründet. Unsere Gruppe wurde nach kurzer Zeit zu einer AG des AStA der Uni Bielefeld und arbeitete fortan unter dem programmatischen Titel ‘ag freie bildung’. Ziel war es von Anfang an, sich unabhängig vom Kern- AStA und von parteipolitischen Strukturen in einem undogmatischen linken Rahmen organisieren zu können. Thematisch standen hierbei zum einen hochschulpolitische Themen im Mittelpunkt und es wurden zum anderen Protestaktionen gegen Studiengebühren und den Hochschulrat sowie Informationsveranstaltungen zu den Möglichkeiten einer basisdemokratisch organisierten Hochschule organisiert.

Natürlich ging und geht die Arbeit der AG auch nach der Abschaffung der Studiengebühren weiter.

Denn freie bildung bedeutet für uns mehr als ein weitgehend kostenfreier Zugang zum sogenannten Bildungssystem. freie bildung ist für uns ein Gegenbegriff zu Bildung für den Kapitalismus (oder kapitalistischer Bildung), die den Zwängen des Systems unterworfen bleibt und deren Hauptaufgabe darin besteht, Humankapital für den Arbeitsmarkt zu generieren. 

Der Kampf um freie bildung richtet sich zum einen gegen den Ausschluss von Personen die sich ein Studium nicht leisten können und geht somit über die Überwindung unmittelbarer Zugangsbeschränkungen wie Studiengebühren und Numerus Clausus hinaus. Zum anderen richtet er sich auch auch gegen indirekte Hürden wie einem universitären Habitus oder die schulische Selektion bestimmter sozialer Gruppen.

Es geht um die Frage, wo innerhalb dieses Systems, Freiräume geschaffen werden können, die freie bildung ermöglichen. Freiräume in denen es nicht um Credit Points, Noten oder um Qualifikationen geht, die unser Humankapital auf dem Arbeitsmarkt verwertbarer werden lassen. Es geht darum Raum zu schaffen, der emanzipatorische Bildung möglich macht. Eine solche Bildung verstehen wir als Aneignung von Wissen und Fähigkeiten, die zum  Verständnis der Welt und zum besseren Leben in ihr nötig sind. Unter den gegebenen Umständen bedeutet das vor allem die Aneignung von Theorien und Praxen, die auf die Überwindung von Herrschaftsverhältnissen abzielen. Wesentlicher Bestandteil einer solchen Auseinandersetzung mit der Welt ist auch die Auseinandersetzung mit den Rollen, die wir in ihr einnehmen. So wollen wir uns bewusst machen, wo wir selbst Unterdrückung (re)produzieren und wie wir Dominanz in unserem Verhalten abbauen können. Da eine solche Bildung von einer kapitalistisch organisierten Universität nicht zu erwarten ist, sehen wir es als eine unserer wichtigsten Aufgaben, sie selbst zu organisieren und anderen zugänglich zu machen. Damit stehen wir der zunehmenden formalen Entpolitisierung und Kommerzialisierung des universitären Raumes kritisch gegenüber und wollen – zusammen mit an deren linken Hochschulgruppen und AGen – dieser Entwicklung klar entgegenwirken.

Da die Universität Teil größerer gesellschaftlicher Zusammenhänge ist, sehen wir es als unausweichlich, den Blick aus dem Elfenbeinturm heraus zu richten.

Der Gruppe ist es deswegen wichtig, neben Hochschulpolitik auch gesamtgesellschaftliche Entwicklungen und Widerstandsbewegungen gegen die Herrschaftsverhältnisse zu fokussieren. Diesen Ansatz versuchen wir über die Verbindung von theoretischen Auseinandersetzungen und widerständigen Praktiken zu erfüllen. Das umfasst für uns auch, die Partizipation in verschiedenen sozialen Widerstandsbewegungen.

In diesem Kontext sehen wir uns als Teil einer globalen Bewegung, die die Veränderung der herrschenden Verhältnisse jenseits von Parlamenten, Gremien und sonstiger Stellvertreter_innen- Politik als unablässlichen Teil ihres Handelns begreift. Wir sind davon überzeugt, dass es weltweit widerständige Praktiken, kleinere und größere Protestbewegungen sowie grenzensprengende Solidarität gibt, die Risse in der herrschenden Ordnung entstehen lassen. So sind wir unter anderem inspiriert von den Ideen der zapatistischen Bewegung aus Chiapas/Mexiko und begreifen das zapatistische Prinzip des preguntando caminamos’ (‘fragend schreiten wir voran’) – als einen wichtigen Grundsatz unserer politischen Praxis, als Form des Vorwärtskommens. 

In diesem Sinne gehen wir davon aus, dass es bei der Suche nach einer antikapitalistischen und antistaatlichen Politikform nicht darum gehen kann, schnelle Antworten zu finden, sondern dass jede Antwort viele neue Fragen hervorbringen wird. Wir haben keinen allumfassenden Plan für eine radikal andere Gesellschaft, wir brauchen diesen auch nicht, um daran festzuhalten, dass das was ist von Grund auf falsch ist. Anstelle eines dogmatischen Programms und des Wartens auf die große Revolution, die alles umwälzen wird, kann schon jetzt begonnen werden, mit einer Welt, in der viele Welten möglich sind!

ag freie bildung im März 2014

 

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