Über die ag

Warum freie bildung mehr ist als die Abschaffung der Studiengebühren:

Wir haben uns 2008 im Zuge des Widerstands gegen Studiengebühren gegründet. Unsere Gruppe wurde nach kurzer Zeit zu einer AG des AStA der Uni Bielefeld und arbeitete fortan unter dem programmatischen Titel ‘ag freie bildung’. Ziel war es von Anfang an, sich unabhängig vom Kern- AStA und von parteipolitischen Strukturen in einem undogmatischen linken Rahmen zu organisieren. Thematisch standen hierbei hochschulpolitische Themen im Mittelpunkt und es wurden Protestaktionen gegen Studiengebühren und den Hochschulrat sowie Informationsveranstaltungen zu den Möglichkeiten einer basisdemokratisch organisierten Hochschule veranstaltet.

Natürlich ging und geht die Arbeit der AG auch nach der Abschaffung der Studiengebühren weiter:

Denn freie bildung bedeutet für uns mehr als ein weitgehend kostenfreier Zugang zum sogenannten Bildungssystem. freie bildung ist für uns ein Gegenbegriff zur derzeitigen Bildung im Kapitalismus, die den Zwängen des wirtschaftlichen Systems unterworfen bleibt und deren Hauptaufgabe darin besteht, Humankapital für den Arbeitsmarkt zu generieren. Der Kampf um freie bildung richtet sich gegen den Ausschluss von Personen. Dabei geht es zum einen um die Überwindung unmittelbarer Zugangsbeschränkungen wie Studiengebühren und Numerus Clausus, andererseits richtet sich die Kritik auch gegen indirekte Hürden wie einen universitären Habitus oder die schulische Selektion bestimmter sozialer Gruppen.

Es geht uns außerdem um die Frage, wo innerhalb dieses sogenannten Bildungssystems Freiräume geschaffen werden können, die freie bildung ermöglichen. Freiräume, in denen es nicht um Credit Points, Noten oder um Qualifikationen geht, sondern wo Menschen sich aus eigener Motivation heraus Inhalte aneignen und zusammen lernen.

Es geht darum, Raum zu schaffen, der emanzipatorische Bildung möglich macht:

Da eine solche emanzipatorische Bildung, die sich klar gegen gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse wie u.a. Sexismus und Rassismus positioniert sowie diese bekämpft, von einer Universität nur begrenzt erwünscht ist bzw. geleistet werden kann, sehen wir es als eine unserer wichtigsten Aufgaben, sie selbst zu organisieren und anderen zugänglich zu machen. Einer zunehmenden Entpolitisierung und Kommerzialisierung des universitären Raumes stehen wir kritisch gegenüber und wollen – zusammen mit anderen linken Hochschulgruppen und AGen – dieser Entwicklung klar entgegenwirken.

Wir laden alle Interessierten ein sich einzubringen! Kontaktiert uns einfach auf Facebook, Twitter oder per E-Mail.

Das ausführliche Selbstverständnis unserer Gruppe findest du hier.

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